Wichtig ist, dass Sie ein passendes Thema für Ihre Rede finden. Was wollen Sie sagen?
Was ist ihr Redeziel? Steht das fest, dann können Sie sich an die Stoffsammlung machen.
Gehören Sie zur Familie, haben Sie wahrscheinlich keine Probleme, die Rede persöhnlich zu färben.
Wollen Sie Ihre Rede hingegen etwas allgemeiner halten, müssen Sie sich auf andere Informationen
stützen. Lassen Sie sich hierbei von unterschiedlichen >>Quellen<< inspirieren.
Ihr Redeziel gibt Ihre Stoffsammlung die Richtung und zieht sich wie ein roter Faden durch Ihre Rede.
Deshalb ist wichtig, dass es passgenau auf das Brautpaar und den Anlass abgestimmt ist. Überladen
Sie Ihre Rede aber nicht mit Informationen, damit sie nicht zu lang wird. Als Richtlinie für die Länge
fassen Sie drei bis fünf Minuten ins Auge, denn Sie wollen Ihre Zuhörer doch nicht langweilen.
UND GANZ WICHTIG
Stellen Sie immer einen Bezug zum Brautpaar her.
Diese beiden sind Dreh- und Angelpunkt Ihrer Betrachtungen.
Eine gute Rede besteht wie ein grpßes Puzzle aus vielen kleinen Teilen. Um das Passende zu finden,
brauchen Sie zunächst einen großen Fundus. Tragen Sie daher alles zusammen, was Sie finden können.
Auch scheinbar Belangloses. Und Sie werden sich wundern: Sobald sie sich intensiv mit dem Thema
Beschäftigen, finden Sie plötzlich überall etwas, was dazu passt.
CHECKLISTE
Eine Rede halten
Wo werde ich meine Rede Halten? Empfang, Restaurant,
Festsaal, häusliches Zimmer. Wer hört mir zu? Freunde, Familie, offizielle
Hochzeitsgesellschaft In welcher Funktion rede ich? Vater der Braut, Pate,
Trauzeuge, Freund usw. Was wird von meiner Rede erwartet? Begrüßung, be-
gleitende Worte, besinnliche Ansichten, Stimmungsrede
Themen für eine Rede
Der Blick zurück
Familiengeschichte, Kennenlernen der Brautleute, Leben
Der Brautleute bis zum Hochzeitstag, Geschichten aus
Kinder-/Jugendtagen, Anekdote aus dem Leben der beiden Was sonst noch geschah
Am Tag des Kennenlernens-Zeitgleiches, Ereignis in
Familie oder Freundeskreis, Berümte Liebespaare aus
Geschichten oder Zeitgeschichte Allgemeine Betrachtungen
Bedeutung der Liebe / Ehe, un-/Vereinbarkeit der
Geschlechter, Analogien bei berühmten Liebespaaren im
Realen Leben, in Literatur oder im Film
Materialsammlung für die Rede
Notieren Sie alles, was Ihnen zum Thema einfällt. Fragen Sie Verwandte, Freunde und Bekannte. Recherchieren Sie im Internet, in Büchern, Zeitungen und
Zeitschriften. Schlagen Sie in Gedichtbänden, Zitaten- und
Spruchsammlungen nach. Stöbern Sie in Pointen- und Kuriositätensammlungen. Lesen Sie Reden zur Hochzeit. Lesen Sie die Tipps und Vorschläge auf meiner Homepage.
Sichten Sie als erstes Ihren Fundus, und sotieren Sie all das aus,
was nicht unmittelbar mit Ihrem Thema zu tun hat. Dann ordnen Sie die Informationen
gemäß der Redestruktur. Doch wie sieht diese denn aus? Eine gute Rede besteht wie
jedes gut gebaute, klassische Drama (oder auch eine Komödie) aus drei Akten:
Anfang, Hauptteil und Schluss.
Der Anfang beinhaltet die Begrüßung sowie eine Hinführung zum Thema.
Im Hauptteil, der Durchführung, wird das Thema von allen Seiten beleuchtet und
sozusagen durchgeknetet: Das Wesentliche kommt zur Sprache. Dieses Wesentliche
kann überwiegend sachlich, besinnlich oder humorig sein.
Im Schluss wird zusammengefasst, also Resümee gezogen und ein Glückwunsch ausgesprochen.
Die Begrüßung: Der Auftakt
Am beginn einer Rede steht immer die Begrüßung der Zuhörer.
Doch wie machen Sie das am besten? Die passende Anrede der Zuhörer hängt von der Art der Hochzeit
und Ihrer Rolle als Redner ab. Bei einem offiziellen Empfang oder einer entsprechenden Hochzeitsfeier
ist eine formelle Begrüßung angebracht. Diese sollten Sie sich auf jeden Fall notieren, denn es ist
peinlich, einen Namen oder Ehrengast zu vergessen. Haben Sie in der Aufregung einen wichtigen
Menschen dennoch übergangen, verzichten Sie auf eine langatmige Entschuldigung. Wenn Sie
hingegen mit Ihrer Festrede nach einem oder zwei Vorrednern >>dran<< sind, müssen Sie nicht alle Honoratioren nochmals begrüßen.
Eine Rede zu einer privaten Feier im Kreis der Familie und Freunde ist persönlicher
gehalten und unkoventioneller als eine Rede in einem eher offiziellen Rahmen.
Halten Sie daher die Begrüßung kurz. ( s. Beispiele für Begrüßungen )